Vermeidest du noch oder lebst du schon?

In einer Gesellschaft mit fast unendlichen Möglichkeiten neigen wir Menschen dazu, unsere Handlungsfähigkeit durch Angst zu begrenzen. Das ist nicht verwunderlich, denn Angst - z.B. vor Corona, dem Klimawandel, der Energieversorgung - wird heutzutage von allen Seiten stark propagiert.


Wenn die Angst uns ursprünglich vor großen Gefahren schützen will, wirkt sie sich in vielen Situationen lähmend auf uns aus und bringt uns nicht mehr in die Lage zu handeln.

Um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, lohnt es sich, unsere eigenen Entscheidungsstrategien zu entschlüsseln und sie durch positiv besetzte Strategien zu ersetzen.


  1. Die Vermeidung von negativen Gefühlen

  2. Eine „Hin-zu“-Strategie als Wegweiser entwickelt

  3. Den eigenen Weg mit erstrebenswerten Zielen gestalten

  4. Spielerisch das eigene Gehirn hinterfragen

 

Die Vermeidung von negativen Gefühlen


Die meisten Entscheidungen, die wir treffen, dienen dazu, negative Gefühle, Fehler oder unangenehme Konsequenzen zu vermeiden. Der Punkt ist, dass unsere Vermeidungsstrategien uns von dem distanzieren, was jetzt gerade ist. Unser Gehirn bewegt sich in einer möglichen Zukunft, die wahrscheinlich gar nicht existieren wird. Unsere Abwesenheit von der Gegenwart gibt uns das Gefühl, dass wir nichts Neues mehr erleben und, dass wir uns ständig in einem Kampf befinden.



Eine „Hin-zu“-Strategie als Wegweiser entwickeln


Im Vergleich dazu sind die so genannten "Hin-zu"-Strategien, bei denen wir handeln, um einem gewünschten Ziel näher zu kommen, mit deutlich mehr Mut, Selbstvertrauen und Selbstliebe aufgeladen. Sie treiben uns dazu an, im Alltag achtsam zu sein, Möglichkeiten zu erkennen und zu ergreifen, Neues zu erleben. Das Erleben gibt uns wiederum gute Gefühle, denn dadurch entwickeln wir uns weiter.


Es entsteht etwas Neues und dieser Cocktail aus positiver Energie hilft uns, mit herausfordernden Situationen souveräner umzugehen.


Genau aus diesem Grund betone ich in meinen Blogbeiträgen oft, wie wichtig es für ein Unternehmen ist, eine klare Vision - eine „Hin-zu"-Strategie - als Wegweiser zu entwickeln und diese allen an das Unternehmen beteiligte Personen zu vermitteln. Denn eine klare Vision hilft dabei, neue Dinge auszuprobieren und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen, ohne von den Nebenwirkungen aufgehalten zu werden.


Den eigenen Weg mit erstrebenswerten Zielen gestalten


Im Gründungsprozess - und meist schon im Erstgespräch - prüfe ich, was die Motivation hinter dem Traum eines Cafés ist. "Ich habe keine Lust mehr auf meinen Job" reicht mir in der Regel nicht, weil die Energie "zu flach" schwingt. Ein Café ist ein echtes Unternehmen, das eine Menge spannender Herausforderungen mit sich bringt.


Wer dagegen eine echte Vision mitbringt, die ihn wirklich antreibt, und bereit ist, seinen eigenen Weg kreativ zu entwickeln, wird meiner Meinung nach leichter durchstarten können. Es ist mir wichtig, dass der Start in die Selbstständigkeit mit positiver Energie gefüllt ist.


Die Gründer:innen dürfen den ersten Funken mitbringen! Mit dieser Voraussetzung unterstütze ich sie dabei, aus diesem Funken eine selbstbewusste und positive Einstellung zu entwickeln.

Spielerisch das eigene Gehirn hinterfragen


Doch wie lassen wir Vermeidungsstrategien hinter uns, wenn sie von der Gesellschaft so stark gefördert werden?


Im Alltag trainiere ich mein Gehirn darauf, immer wieder zu fragen, warum ich eine Handlung ausführe.

  • Warum trinke ich gerade eine Tasse Kaffee? Um die langweilige Diskussion zu durchstehen? Oder will ich wirklich den Geschmack dieses Kaffees genießen?

  • Warum ziehe ich einen Pullover an? Geht es mir in erster Linie um ein kuscheliges Gefühl oder versuche ich eher, eine Erkältung zu vermeiden?

  • etc.

Diese Gewohnheit, mich spielerisch mit den eigenen Strategien auseinanderzusetzen, gibt mir die Möglichkeit, positive Strategien zu erkennen und sie auf ein anderes Thema zu übertragen, sobald ich merke, dass ich mir mit einer miesen Strategie selbst im Weg stehe!


Ich bin davon überzeugt, dass die Denkweise, die jede:r von uns mitbringt, mehr mit einer:m selbst zu tun hat als mit der Umwelt und äußeren Einflüssen. Wenn ich neue Ergebnisse erzielen will, darf ich zuerst meine eigene Strategien und damit mein eigenes Verhalten verändern.


Geht es im Leben nicht gerade darum, die eigene Komfortzone zu verlassen, neue Wege auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen?


 

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